Webdesign · Inhalte sinnvoll ordnen
Welche Inhalte braucht eine gute Unternehmenswebsite?

Eine Unternehmenswebsite muss erklären, was Sie anbieten, für wen Ihr Angebot geeignet ist und wie Interessierte den nächsten Schritt machen können. Eine schöne Oberfläche ersetzt diese Antworten nicht. Beginnen Sie deshalb mit den Fragen Ihrer Kundschaft und erst danach mit einzelnen Texten.
Nicht jedes Unternehmen benötigt dieselben Seiten. Ein regionaler Fachbetrieb braucht andere Informationen als ein Beratungsunternehmen mit mehreren Sprachen. Die folgende Struktur hilft Ihnen, notwendige Inhalte von späteren Ergänzungen zu unterscheiden und die Verantwortung für deren Qualität festzulegen.
1. Die Startseite gibt Orientierung
Benennen Sie auf der Startseite Ihr Angebot, die angesprochene Zielgruppe und den nächsten sinnvollen Schritt. Besucherinnen und Besucher sollten nicht erst aus einem allgemeinen Slogan ableiten müssen, ob Sie ihr Anliegen bearbeiten. Eine konkrete Überschrift ist hilfreicher als ein austauschbares Versprechen über Qualität.
Vom Überblick zur passenden Detailseite
Zeigen Sie die wichtigsten Leistungen in einer kurzen Übersicht und verlinken Sie zu ausführlicheren Informationen. Ergänzen Sie einen nachvollziehbaren Vertrauensbeleg und einen gut sichtbaren Kontaktweg. Die Startseite ist dabei ein Wegweiser und kein Sammelort für sämtliche Fachinformationen, Unternehmensmeldungen und rechtlichen Hinweise.
2. Leistungen beantworten konkrete Entscheidungsfragen
Beschreiben Sie jede zentrale Leistung aus Sicht einer Person mit einem konkreten Anliegen. Welche Aufgabe lösen Sie, was gehört zum Umfang und wo liegen die Grenzen? Erklären Sie Voraussetzungen, benötigte Unterlagen und den üblichen nächsten Schritt, ohne eine individuelle Beratung vorwegzunehmen.
Eine eigene Seite lohnt sich, wenn eine Leistung eigenständige Fragen beantwortet. Kleine Varianten lassen sich häufig auf einer gemeinsamen Seite erklären. Vermeiden Sie nahezu identische Seiten, die nur unterschiedliche Ortsnamen oder einzelne Begriffe enthalten. Solche Wiederholungen erleichtern weder die Auswahl noch die Pflege.
Der offizielle Leitfaden von Google empfiehlt hilfreiche, gut organisierte Inhalte und verständliche Verlinkungen. Daraus folgt keine Platzierungsgarantie. Für Ihre Redaktion bedeutet es vor allem, Informationen nachvollziehbar zu gliedern und aus der Perspektive Ihrer Besucher zu prüfen: 1.
| Bereich | Frage der Besucher | Geeigneter Inhalt |
|---|---|---|
| Startseite | Bin ich hier richtig? | Angebot und Orientierung |
| Leistung | Passt das zu meinem Anliegen? | Umfang und Voraussetzungen |
| Arbeitsweise | Was passiert danach? | Schritte und Zuständigkeiten |
| Kontakt | Wie erreiche ich Sie? | Kontaktwege und Erreichbarkeit |
3. Über uns, Arbeitsweise und echtes Vertrauen
Menschen und Verantwortung sichtbar machen
Eine gute Seite über Ihr Unternehmen erklärt, wer Verantwortung trägt und welche Erfahrungen für Ihr Angebot relevant sind. Stellen Sie das Team nur so ausführlich vor, wie es für die Entscheidung Ihrer Zielgruppen hilfreich ist. Persönliche Angaben und Fotos benötigen eine saubere interne Abstimmung mit den betroffenen Personen.
Zeigen Sie Vertrauen durch überprüfbare Informationen statt durch beliebige Qualitätswörter. Dazu können nachvollziehbare Qualifikationen, aktuelle Mitgliedschaften oder eine klar benannte Ansprechperson gehören. Prüfen Sie bei Siegeln, ob Sie diese tatsächlich verwenden dürfen und ob die dargestellte Berechtigung weiterhin besteht.
Arbeitsweise und Referenzen nachvollziehbar erklären
Beschreiben Sie Ihre Arbeitsweise in wenigen verständlichen Schritten: Anfrage, Klärung, Angebot, Umsetzung und Übergabe können ein Ausgangspunkt sein. Entscheidend ist Ihr tatsächlicher Ablauf. Nennen Sie auch, wann Kundinnen und Kunden Informationen liefern oder eine Entscheidung treffen müssen, damit keine falschen Erwartungen entstehen.
Veröffentlichen Sie Referenzen ausschliesslich mit echten Freigaben. Halten Sie fest, ob Namen, Bilder, Logos und Zitate verwendet werden dürfen und für welchen Kontext die Zustimmung gilt. Erfinden Sie keine Projektgeschichten. Fehlt eine Freigabe, ist ein ausdrücklich hypothetisches Ablaufbeispiel die ehrlichere Alternative.
4. Kontaktwege, Formulare und klare Handlungsaufforderungen
Auf der Kontaktseite gehören erreichbare Kontaktwege, eine zuständige Stelle und realistische Hinweise zur Bearbeitung zusammen. Geben Sie Öffnungs oder Telefonzeiten an, wenn diese für den Kontakt relevant sind. Versprechen Sie keine Antwortfrist, die im Arbeitsalltag nicht zuverlässig eingehalten werden kann.
Eine Handlungsaufforderung sollte sagen, was anschliessend passiert. Anfrage besprechen oder Termin anfragen ist konkreter als ein unbestimmtes Weiter. Nicht jede Seite braucht mehrere gleich auffällige Knöpfe. Wählen Sie eine Hauptaktion und ergänzen Sie einen alternativen Kontaktweg für Menschen, die kein Formular nutzen möchten.
Nur erforderliche Angaben abfragen
Ein Formular sollte nur die Angaben verlangen, die zur Bearbeitung des jeweiligen Anliegens nötig sind. Beschriften Sie Felder eindeutig und unterscheiden Sie Pflichtangaben von freiwilligen Informationen. Erklären Sie bei Uploads zulässige Dateitypen und Grenzen. Eine verständliche Bestätigung muss zeigen, ob die Übermittlung tatsächlich erfolgreich war.
Planen Sie auch den Fehlerfall: Bleiben bereits eingegebene Angaben erhalten, ist die fehlerhafte Stelle verständlich bezeichnet und kann die Person weiterarbeiten? Prüfen Sie ausserdem, wer die Nachricht erhält und wer bei Abwesenheit übernimmt. Ein gut formulierter Kontaktbereich hilft wenig, wenn intern niemand für die Antwort zuständig ist.
5. Standorte, Einzugsgebiete und rechtliche Informationen
Unterscheiden Sie tatsächliche Standorte von Gebieten, in denen Sie Leistungen anbieten. Eine Lieferregion ist keine Niederlassung. Nennen Sie bei besuchbaren Adressen die relevanten Informationen zu Terminpflicht, Zugang und Anreise. Eine Karte kann ergänzen, darf eine lesbare Adresse und verständliche Anreisehinweise aber nicht ersetzen.
Datenschutzerklärung anhand der tatsächlichen Bearbeitungen
Rechtliche Seiten dürfen nicht aus einer fremden Website kopiert werden. Klären Sie, welche Anbieter, Formulare, Analysewerkzeuge, eingebetteten Medien und anderen Dienste tatsächlich eingesetzt werden. Nur auf dieser Grundlage lassen sich zutreffende Informationen erstellen und die für Ihren Betrieb einschlägigen Anforderungen beurteilen.
Der EDÖB erläutert, dass Datenschutzerklärungen transparent über die Bearbeitung von Personendaten informieren sollen. Erfassen Sie dafür die verantwortliche Stelle, die Zwecke und gegebenenfalls weitere erforderliche Angaben anhand Ihrer tatsächlichen Datenflüsse. Massgeblich sind Ihre konkrete Website und die anwendbaren Vorschriften: Datenschutzerklärungen im Internet.
Bei einem Onlinestore, besonderen Branchenvorgaben oder einem Angebot über Landesgrenzen hinweg können zusätzliche Fragen entstehen. Lassen Sie diese bei Bedarf fachlich prüfen. Behandeln Sie rechtliche Inhalte als laufende Aufgabe: Ein neues Buchungswerkzeug oder ein zusätzlicher Videodienst kann eine erneute Prüfung erforderlich machen.
6. Bilder und Videos haben eine konkrete Aufgabe
Wählen Sie Bilder danach aus, welche Information sie vermitteln. Ein tatsächlicher Arbeitsbereich, eine nachvollziehbare Detailaufnahme oder ein erklärendes Schaubild kann sinnvoller sein als ein beliebiges Symbolfoto. Prüfen Sie Nutzungsrechte und die Zustimmung erkennbarer Personen vor der Veröffentlichung, nicht erst nach einer Rückfrage.
Beschreibende Alternativtexte erläutern den Inhalt informativer Bilder für Menschen, die diese nicht sehen können. Rein dekorative Bilder sollen keine unnötigen Beschreibungen erzeugen. Verzichten Sie darauf, wichtige Angaben ausschliesslich in ein Bild zu schreiben, denn sie müssen auch als zugänglicher Text vorhanden sein.
Ein Video lohnt sich, wenn Bewegung, eine Demonstration oder eine persönliche Erklärung das Verständnis verbessert. Stellen Sie die wesentlichen Aussagen zusätzlich als Text bereit und planen Sie Untertitel. Klären Sie vor einer externen Einbettung, welche Daten übertragen werden und ob eine datenschutzgerechte Alternative erforderlich ist.
Wenn Sie Ihre Inhaltsstruktur gemeinsam prüfen möchten, können Sie eine unverbindliche Anfrage zur Vorbereitung Ihrer Website stellen.
Unverbindlich anfragen7. FAQ, Blog und Stellenangebote gezielt einsetzen
Häufige Fragen sollten aus tatsächlichen Gesprächen, Anfragen oder wiederkehrenden Missverständnissen entstehen. Beantworten Sie beispielsweise, welche Unterlagen nötig sind oder ob eine Leistung vor Ort erfolgt. Verstecken Sie entscheidende Leistungsbedingungen nicht ausschliesslich in einer FAQ, sondern erklären Sie diese auch an der passenden Stelle.
Ein Blog ist sinnvoll, wenn Sie wiederkehrende Beratungsfragen fundiert beantworten und die Beiträge aktuell halten können. Er ersetzt keine vollständigen Leistungsseiten. Beginnen Sie lieber mit wenigen belastbaren Themen als mit einer grossen Sammlung oberflächlicher Texte, für die später niemand Verantwortung übernimmt.
Stellenangebote benötigen klare Aufgaben, Anforderungen, Arbeitsort und einen passenden Bewerbungsweg. Nennen Sie eine zuständige Kontaktperson und prüfen Sie den Umgang mit Bewerbungsunterlagen. Wenn Sie nicht rekrutieren, ist eine dauerhaft leere Stellenseite häufig entbehrlich. Abgelaufene Angebote sollten zeitnah entfernt oder eindeutig als geschlossen gekennzeichnet werden.
8. Sprachen, Aktualisierung und Verantwortlichkeiten festlegen
Wählen Sie Sprachen anhand Ihrer Zielgruppen und Ihrer tatsächlichen Betreuung aus. Eine übersetzte Startseite genügt nicht, wenn die anschliessende Anfrage nur in einer anderen Sprache verständlich ist. Berücksichtigen Sie Navigation, Leistungsbeschreibungen, Formularhinweise, Bestätigungen und rechtliche Informationen als zusammenhängenden Weg.
Führen Sie pro Inhaltsbereich eine verantwortliche Person und eine Vertretung auf. Definieren Sie zusätzlich Anlässe für eine sofortige Prüfung, etwa geänderte Kontaktzeiten, neue Leistungen oder einen Personalwechsel. Ein regelmässiger Prüftermin hilft bei stabilen Inhalten, ersetzt aber keine Reaktion auf konkrete Änderungen.
Redaktionelle Übergabe vorbereiten
- Für jede zentrale Seite sind Zweck und Zielgruppe benannt.
- Fachliche Aussagen haben eine zuständige prüfende Person.
- Bildrechte und Referenzfreigaben sind dokumentiert.
- Kontaktwege und Formulare wurden mit einer echten Testanfrage geprüft.
- Änderungen werden in allen angebotenen Sprachen nachvollzogen.
- Veraltete Inhalte können von einer benannten Vertretung korrigiert werden.
Wenn mehrere Personen Inhalte bearbeiten, legen Sie fest, wer Entwürfe erstellt und wer veröffentlicht. Eine kurze Schulung zur Websitepflege kann diese Übergabe unterstützen. Halten Sie Zugangsdaten getrennt von der redaktionellen Übersicht und vergeben Sie nur die tatsächlich benötigten Berechtigungen.
9. Ihre lokale Inhaltscheckliste
Markieren Sie in der interaktiven Checkliste, welche Bereiche bereits geklärt sind. Nutzen Sie den Fortschritt als Gesprächsgrundlage, nicht als Qualitätsbewertung. Ein nicht angekreuzter Punkt kann bewusst entfallen, wenn er für Ihr Unternehmen keine Funktion erfüllt. Entscheidend ist die begründete Entscheidung und nicht eine vollständig gefüllte Anzeige.
Die Checkliste arbeitet ausschliesslich lokal in der aktuellen Ansicht. Sie speichert und versendet nichts. Beim Neuladen gehen Ihre Markierungen verloren. Übertragen Sie offene Aufgaben deshalb bei Bedarf selbst in Ihre interne Planung und tragen Sie hier keine vertraulichen Angaben ein.
Prüfen Sie zum Abschluss einen vollständigen Besuchsweg: von der Startseite über eine Leistung bis zur Anfrage. Sind alle nötigen Fragen beantwortet, ohne zwischen widersprüchlichen Angaben zu wechseln? Lesen Sie diesen Weg auch auf dem Smartphone und lassen Sie ihn von einer Person testen, die Ihr Angebot noch nicht kennt.
10. Verwandte Themen für die weitere Vorbereitung
Die Fragen zur Website Planung helfen, Inhalte mit Zielen und Zuständigkeiten zu verbinden. Der Ablauf einer Websiteerstellung zeigt, wann Texte und Freigaben benötigt werden. Für mehrere Zielsprachen ergänzt der Beitrag zur mehrsprachigen Website die redaktionelle Vorbereitung.
Wenn die Grundstruktur steht, können Sie offene Fragen zur Erstellung einer Website gezielt klären. Bringen Sie dafür die geplanten Seiten, vorhandene Materialien und ungeklärte Zuständigkeiten mit. So wird erkennbar, welche redaktionellen Aufgaben vor dem Design erledigt werden müssen und welche parallel bearbeitet werden können.
Zusammenfassung
- Planen Sie jede Seite anhand einer konkreten Frage Ihrer Zielgruppe.
- Erklären Sie Angebot, Arbeitsweise und Kontaktwege, bevor Sie zusätzliche Inhalte ergänzen.
- Nutzen Sie nur freigegebene Referenzen und rechtmässig verwendbare Bilder.
- Stimmen Sie Formulare und Datenschutzhinweise auf die tatsächlichen Datenflüsse ab.
- Planen Sie Übersetzungen, fachliche Freigaben und Pflege gemeinsam.
- Prüfen Sie den vollständigen Weg von der ersten Orientierung bis zur Anfrage.
Häufige Fragen
Wie viele Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?
Die passende Anzahl ergibt sich aus Angebot und Informationsbedarf. Trennen Sie Themen, wenn sie unterschiedliche Entscheidungsfragen beantworten. Eine feste Seitenzahl ohne Prüfung Ihrer Inhalte ist keine sinnvolle Vorgabe.
Muss jede Leistung eine eigene Seite erhalten?
Nein, eng verwandte Leistungen können gemeinsam verständlich beschrieben werden. Eine eigene Seite ist sinnvoll, wenn Umfang, Zielgruppe oder Voraussetzungen deutlich abweichen. Vermeiden Sie doppelte Beschreibungen ohne zusätzlichen Nutzen.
Braucht ein kleines Unternehmen einen Blog?
Nur wenn relevante Themen und Zeit für deren Pflege vorhanden sind. Vollständige Leistungsseiten und funktionierende Kontaktwege haben zunächst Vorrang. Ein ungepflegter Blog ist kein Ersatz für aktuelle Kerninformationen.
Darf ich Kundennamen als Referenz nennen?
Verwenden Sie Namen, Logos und Aussagen nur mit einer passenden echten Freigabe. Dokumentieren Sie den vereinbarten Umfang der Verwendung. Ohne Freigabe können Sie stattdessen ein klar als hypothetisch bezeichnetes Beispiel erklären.
Wie oft sollten Inhalte geprüft werden?
Legen Sie einen passenden Prüfrhythmus je Bereich fest. Kontaktangaben, Stellenangebote und zeitgebundene Informationen benötigen zusätzlich eine Prüfung bei jeder Änderung. Benennen Sie dafür eine verantwortliche Person und eine Vertretung.
Bleiben meine Markierungen in der Checkliste erhalten?
Nein, die lokale Checkliste speichert und versendet keine Daten. Beim Neuladen wird die Auswahl zurückgesetzt. Halten Sie wichtige offene Aufgaben selbst in Ihrer internen Planung fest.
Quellen
- Datenschutzerklärungen im InternetEidgenössischer Datenschutz und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB · geprüft am 05.11.2026
- SEO Starter Guide: The Basics | Google Search Central | Documentation | Google for DevelopersGoogle Search Central · geprüft am 05.11.2026


