Onlinestore · Shop untersuchen
Onlinestore Analyse: Diese Bereiche sollten Sie prüfen

Ein bestehender Onlinestore sammelt mit der Zeit kleine Unstimmigkeiten an. Kategorien wachsen ungeplant, Produktdaten werden uneinheitlich, Erweiterungen kommen dazu und werden vergessen. Einzeln sind diese Punkte harmlos. Zusammen machen sie den Shop schwerer verständlich und aufwendiger zu pflegen.
Eine strukturierte Analyse schafft Überblick. Dieser Artikel zeigt, welche Bereiche Sie prüfen sollten, welche Fragen dabei helfen und wie Sie aus den Erkenntnissen sinnvolle Prioritäten ableiten.
Ziele und Kennzahlen als Ausgangspunkt
Eine Analyse beginnt nicht mit dem Shop, sondern mit der Frage, was er leisten soll. Möchten Sie mehr Bestellungen, weniger Rückfragen, eine einfachere Pflege oder neue Kundengruppen? Je nach Ziel rücken andere Bereiche in den Vordergrund.
Kennzahlen helfen, den Ausgangszustand festzuhalten: Anzahl Bestellungen, durchschnittlicher Bestellwert, häufigste Einstiegsseiten oder Abbrüche im Checkout. Shopify stellt dafür eigene Auswertungen bereit, andere Systeme haben vergleichbare Berichte. Zahlen allein erklären aber nicht, warum etwas passiert. Sie zeigen, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen.
Legen Sie vor der Analyse fest, welche Fragen beantwortet werden sollen und wer die Ergebnisse erhält. Eine Analyse für die Geschäftsleitung braucht eine andere Zusammenfassung als eine Liste für das Team, das den Shop täglich pflegt. Klären Sie auch, ob die Analyse den ganzen Shop umfasst oder bewusst auf einzelne Bereiche beschränkt wird, etwa auf den Kaufprozess vor einer Werbekampagne. Eine klare Abgrenzung verhindert, dass am Ende eine lange Liste ohne Richtung entsteht.
Die Prüfbereiche im Überblick
Die Grafik ordnet die Analyse in sieben Bereiche: Sortiment, Inhalte, Technik, Kaufprozess, Sichtbarkeit, Messung und Verwaltung. Jeder Bereich umfasst mehrere einzelne Prüfpunkte, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.
Sortiment, Produktdaten und Kategorien
Prüfen Sie zuerst, ob das Sortiment im Shop dem tatsächlichen Angebot entspricht. Gibt es Produkte, die nicht mehr lieferbar sind, aber noch angezeigt werden? Fehlen neue Produkte? Sind ähnliche Produkte klar voneinander unterscheidbar?
Bei den Produktdaten geht es um Vollständigkeit und Einheitlichkeit: Haben alle Produkte Bilder, Beschreibungen, Varianten und technische Angaben? Werden Begriffe und Masseinheiten einheitlich verwendet? Lücken fallen besonders bei Filtern auf, weil Produkte ohne gepflegte Merkmale aus den Ergebnissen verschwinden. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Produktdaten für einen Onlinestore richtig vorbereiten.
Kategorien sollten der Art entsprechen, wie Ihre Kundschaft sucht. Leere Kategorien, Kategorien mit nur einem Produkt oder sehr tiefe Verschachtelungen sind Hinweise auf eine Struktur, die überarbeitet werden sollte.
Filter, Suche und Produktseiten
Testen Sie die Suche mit Begriffen, die Ihre Kundschaft tatsächlich verwendet, auch mit Tippfehlern und Mehrzahlformen. Findet die Suche das Erwartete? Zeigt sie hilfreiche Vorschläge, wenn nichts gefunden wird? Filter sollten nur Merkmale anbieten, die bei den meisten Produkten gepflegt sind.
Die Produktseite ist oft die wichtigste Seite des Shops. Prüfen Sie, ob Bilder, Preis, Varianten, Verfügbarkeit, Versandinformationen und der Knopf zum Warenkorb auf einen Blick erkennbar sind. Beantwortet die Beschreibung die häufigsten Fragen? Sind Lieferzeit und Versandkosten nachvollziehbar?
Mobile Ansicht, Warenkorb und Checkout
Prüfen Sie den Shop auf einem echten Smartphone. Lassen sich Menüs bedienen, Bilder vergrössern und Varianten auswählen, ohne zu zoomen? Bleiben wichtige Informationen sichtbar oder verschwinden sie hinter aufklappbaren Bereichen?
Im Warenkorb und Checkout zählt Klarheit: sichtbare Gesamtkosten, verständliche Formulare, passende Zahlungsarten und hilfreiche Fehlermeldungen. Führen Sie eine vollständige Testbestellung durch und notieren Sie jede Stelle, an der Sie zögern. Ausführliche Prüfpunkte finden Sie im Artikel Checkout optimieren.
Zahlung und Versand
Sind alle angebotenen Zahlungsarten aktiv und funktionieren sie? Passen sie zu Ihrer Kundschaft? Prüfen Sie ausserdem, ob die Gebühren der Zahlungsanbieter noch Ihren Erwartungen entsprechen. Shopify dokumentiert die Zahlungsarten für die Schweiz, andere Anbieter haben eigene Übersichten.
Beim Versand lohnt ein Blick auf Zonen, Regeln und Ausnahmen. Stimmen die hinterlegten Kosten mit Ihren aktuellen Tarifen überein? Werden sperrige Produkte korrekt behandelt? Ist die Abholung verständlich beschrieben? Der Artikel Versand und Abholung im Schweizer Onlinestore planen geht ausführlich darauf ein.
Geschwindigkeit und Suchmaschinen Grundlagen
Langsame Seiten verärgern besonders auf dem Smartphone. Häufige Ursachen sind zu grosse Bilder, viele Erweiterungen und eingebundene Dienste von Drittanbietern. Messwerkzeuge zeigen Tendenzen, die Ergebnisse schwanken aber je nach Gerät und Verbindung. Wichtiger als ein einzelner Wert ist die Frage, welche Seiten spürbar langsam sind.
Zu den Suchmaschinen Grundlagen gehören eindeutige Seitentitel, Beschreibungen, sprechende Adressen, beschreibende Bildtexte und eine saubere Struktur, wie sie Google im SEO Starter Guide beschreibt. Prüfen Sie auch, ob alte Adressen nach Umbauten korrekt weitergeleitet werden. Eine vertiefte Arbeit an der Sichtbarkeit ist eine eigene Leistung, etwa SEO oder GEO Optimierung.
Wenn Sie Ihren bestehenden Shop strukturiert prüfen lassen möchten, schildern Sie uns Ihre Ziele und Fragen.
Unverbindlich anfragenTracking, Statistiken, Rollen und Zugänge
Prüfen Sie, welche Analyse- und Werbewerkzeuge eingebunden sind und ob sie erst nach Einwilligung aktiv werden. Werden Bestellungen korrekt erfasst? Gibt es doppelte oder veraltete Einbindungen? Eine saubere Messung ist die Grundlage für jede spätere Entscheidung, etwa vor einer Marketing Analyse.
Bei der Verwaltung geht es um Zugänge und Rollen. Wer hat Zugriff auf den Shop, auf Zahlungs- und Versandkonten, auf die Domain? Haben ehemalige Mitarbeitende oder Dienstleister noch Zugang? Shopify erlaubt zum Beispiel Berechtigungen pro Person. Jede Person sollte nur die Rechte haben, die sie für ihre Arbeit braucht.
Pflege, Erweiterungen und Schulungsbedarf
Erstellen Sie eine Liste aller Erweiterungen, Apps und Plugins. Wofür wird jede gebraucht, was kostet sie und wann wurde sie zuletzt aktualisiert? Ungenutzte Erweiterungen verursachen Kosten und können den Shop verlangsamen oder Konflikte auslösen.
Fragen Sie Ihr Team, welche Aufgaben im Alltag mühsam sind. Wenn das Erfassen eines Produkts lange dauert oder Aktionen nur mit externer Hilfe angelegt werden können, ist das ein Hinweis auf Schulungsbedarf oder auf einen Ablauf, der vereinfacht werden sollte. Eine Website Schulung kann hier gezielt helfen.
Prüfen Sie auch, ob Abläufe dokumentiert sind. Wenn nur eine Person weiss, wie Aktionen angelegt oder Versandregeln geändert werden, entsteht bei Abwesenheit schnell ein Engpass.
So gehen Sie bei der Analyse vor
Eine Analyse gelingt am besten, wenn sie aus zwei Blickwinkeln erfolgt. Der erste ist der Blick Ihrer Kundschaft: Sie gehen den Shop durch, als würden Sie ihn zum ersten Mal besuchen, suchen ein Produkt, vergleichen Varianten und bestellen. Der zweite ist der Blick der Verwaltung: Sie prüfen Einstellungen, Zugänge, Erweiterungen und Abläufe im Hintergrund.
Für den Blick der Kundschaft eignen sich konkrete Aufgaben, zum Beispiel ein bestimmtes Produkt in einer Farbe finden, die Versandkosten für eine Lieferung herausfinden oder eine Abholung wählen. Lassen Sie diese Aufgaben auch von Personen durchführen, die den Shop nicht kennen. Beobachten Sie, wo sie zögern, ohne zu helfen. Solche Beobachtungen sind oft aufschlussreicher als jede Zahl.
Für den Blick der Verwaltung hilft eine Liste: Welche Einstellungen sind gesetzt, welche Konten verbunden, welche Erweiterungen aktiv? Halten Sie fest, was Sie finden, auch wenn es zunächst unwichtig wirkt. Viele Probleme entstehen aus Kombinationen einzelner Einstellungen.
Rückmeldungen aus dem Alltag nutzen
Ihr Kundendienst kennt die häufigsten Fragen. Wenn immer wieder nach Lieferzeiten, Grössen oder Zahlungsarten gefragt wird, fehlt diese Information im Shop oder ist schwer zu finden. Sammeln Sie diese Fragen über einige Wochen, bevor die Analyse beginnt.
Den eigenen Shop im Beispiel einordnen
Mit dem folgenden Shopcheck markieren Sie Bereiche, in denen Sie Handlungsbedarf vermuten. Die Demo ordnet Ihre Auswahl in eine Prioritätenübersicht. Sie scannt keine echte Website und speichert nichts.
Verbesserungen priorisieren
Nach der Analyse liegt meist eine lange Liste vor. Nicht alles muss sofort umgesetzt werden. Eine einfache Ordnung nach Wirkung und Aufwand hilft: Punkte, die den Kauf direkt behindern, kommen zuerst. Danach folgen Punkte, die die Pflege erleichtern, und zuletzt Verbesserungen für die langfristige Entwicklung.
| Prüfbereich | Zentrale Frage | Möglicher Hinweis | Priorität |
|---|---|---|---|
| Checkout | Kann jede Person ohne Hürde bestellen? | Abbrüche, Rückfragen zur Zahlung | hoch |
| Produktdaten | Sind Angaben vollständig und einheitlich? | leere Filter, fehlende Bilder | hoch |
| Mobile Ansicht | Ist alles ohne Zoomen bedienbar? | kleine Knöpfe, verdeckte Angaben | hoch |
| Versand | Stimmen Kosten und Regeln? | falsche Beträge im Checkout | mittel bis hoch |
| Suche und Filter | Findet die Kundschaft das Gesuchte? | leere Suchergebnisse | mittel |
| Zugänge | Hat nur berechtigtes Personal Zugriff? | alte Benutzerkonten | mittel |
| Erweiterungen | Wird jede Erweiterung gebraucht? | ungenutzte Apps mit Gebühren | mittel |
| Sichtbarkeit | Sind Grundlagen sauber umgesetzt? | doppelte Titel, fehlende Bildtexte | mittel |
Ergebnis einer Analyse festhalten
- Ziele und Ausgangskennzahlen
- gefundene Punkte je Bereich
- Einschätzung von Wirkung und Aufwand
- Reihenfolge der Umsetzung
- Verantwortliche Person je Punkt
- Punkte, die eine fachliche Klärung brauchen
- Termin für eine erneute Prüfung
Ob die Ergebnisse auf gezielte Verbesserungen oder auf einen grösseren Umbau hindeuten, beschreibt der Artikel Onlinestore verbessern oder neu erstellen. Eine strukturierte Untersuchung Ihres Shops umfasst die Leistung Onlinestore Analyse.
Zusammenfassung
- Eine Analyse beginnt mit Zielen, nicht mit Werkzeugen.
- Sieben Bereiche geben Struktur: Sortiment, Inhalte, Technik, Kaufprozess, Sichtbarkeit, Messung, Verwaltung.
- Testen Sie Suche, Produktseiten und Checkout selbst auf einem Smartphone.
- Prüfen Sie Zugänge und Erweiterungen regelmässig.
- Ordnen Sie Ergebnisse nach Wirkung und Aufwand, bevor Sie umsetzen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meinen Onlinestore analysieren?
Eine umfassende Prüfung lohnt sich etwa nach grösseren Änderungen, vor einem Ausbau oder wenn Rückfragen und Probleme zunehmen. Kleinere Kontrollen wie Testbestellungen gehören in die regelmässige Pflege.
Kann ich die Analyse selbst durchführen?
Viele Punkte können Sie selbst prüfen, etwa mit Testbestellungen und einer Liste der Erweiterungen. Ein Blick von aussen hilft, Gewohnheiten zu erkennen, die intern nicht mehr auffallen.
Brauche ich für eine Analyse Zugang zu meinem Shop?
Für eine vollständige Analyse ja, weil Einstellungen, Zugänge und Erweiterungen nur in der Verwaltung sichtbar sind. Der Zugang wird mit eingeschränkten Rechten vergeben und nach der Analyse wieder entfernt.
Erhalte ich nach der Analyse konkrete Empfehlungen?
Ja, die Ergebnisse werden nach Bereichen geordnet und mit einer Einschätzung von Wirkung und Aufwand versehen. Die Umsetzung ist ein eigener Schritt, den Sie selbst oder mit Unterstützung angehen können.
Verspricht eine Analyse mehr Umsatz?
Nein. Eine Analyse zeigt Hürden und Verbesserungsmöglichkeiten. Ob und wie stark sich Verbesserungen auf Verkäufe auswirken, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht garantieren.
Was kostet eine Onlinestore Analyse?
Das hängt von Grösse und Komplexität des Shops ab. Nach einem kurzen Gespräch über Ihren Shop und Ihre Ziele erhalten Sie eine Einschätzung des Umfangs.
Quellen
- Shopify analyticsShopify · geprüft am 05.11.2026
- Customer payment methods with Shopify Payments in SwitzerlandShopify · geprüft am 05.11.2026
- SEO Starter Guide: The BasicsGoogle · geprüft am 05.11.2026
- Store permissionsShopify · geprüft am 05.11.2026


